14. Kapitel: DAS WELTGERICHT


Neben dem persönlichen Gericht beim Tod jedes einzelnen Menschen wird es nach der Auferstehung noch ein allgemeines Weltgericht geben. Dann wird Jesus Christus kommen, um „verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und bewundert zu werden in allen, die glaubten” (2 Thess 1,10).

Er wird alles offen legen, und jeder wird sehen können, wie gut und sinnvoll Gott die Welt erschaffen, wie weise er die Geschicke der Menschen geleitet und wie er selbst das Böse zum Guten gelenkt hat. Was den Menschen zu Lebzeiten oft rätselhaft und dunkel schien, wird in seinen tieferen Zusammenhängen sichtbar werden. Alles Fragen wird endgültig verstummen, und was wir gegenwärtig nur wie einzelne Steine eines Mosaiks sehen, wird geschaut werden als ein großes und herrliches Bild.

Sowohl den Bösen als auch den Guten wird dann vollkommene Gerechtigkeit zuteil, und „diese werden hingehen in ewige Pein, die Gerechten aber ins ewige Leben” (Mt 25,46).

Wenn dann der Sieg vollendet und Christus alles unterworfen sein wird, „dann wird auch der Sohn selber sich dem unterwerfen, der ihm alles unterwarf, damit Gott alles in allem sei” (1 Kor 15,28).

 

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