5. Kapitel: REINKARNATION

Um so trauriger ist es, dass viele Zeitgenossen in religiöser Orientierungslosigkeit ihre Zuflucht zu ganz abwegigen fernöstlichen Vorstellungen nehmen. Die Lehren von ‚Reinkarnation’ und ‚Seelenwanderung’ sind heute geradezu in Mode. Sie gehen davon aus, dass nach dem Tod die Seele des Menschen in einem neuen Leib wieder geboren werden kann.

Der hl. Apostel Paulus erteilt solchen Vorstellungen eine klare Absage, wenn er schreibt: „Es ist den Menschen bestimmt, einmal zu sterben, und darauf kommt das Gericht.” (Hebr 9,27)

Der Glaube an eine Wiedergeburt steht im krassen Widerspruch zum christlichen Menschenbild [vgl. KKK 1013]. Er nimmt weder die Leiblichkeit des Menschen noch seine Willensfreiheit ernst. Die leib-seelische Einheit des Menschen wird bei dieser Lehre aufgelöst und der Leib abgewertet, denn er gehört nicht mehr wesentlich zum Menschen, sondern wird im Kreislauf der Geburten immer wieder ausgewechselt.

Wie ganz anders klingt da der katholische Glaube von der Heiligkeit des Leibes und von der Auferstehung! Die Hl. Schrift mahnt uns, das eine Leben auf Erden gut nutzen. In diesem Leben schenkt Gott jedem Menschen alle zum Heil notwendigen Gnaden.

 

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